Transport Market Monitor: Trotz deutlichem Kapazitätszuwachs in Q3/2018 nur leicht sinkende Transportpreise

Während die Transportkapazitäten in Europa nach einer dramatischen Verknappung seit Herbst 2017 im 3. Quartal dieses Jahres wieder zweistelligen Zuwachsraten verzeichnet haben, sind die Transportpreise gerade einmal um 2,8 % zurückgegangen. Verglichen mit Q3/2017 waren Straßentransporte im 3. Quartal 2018 sogar 3 % teurer, obwohl dieses Jahr über den Sommer deutlich mehr Kapazität im Markt zu beobachten war. Das geht aus der 37. Ausgabe des Transport Market Monitors (TMM) von Transporeon und TIM CONSULT hervor.

Hier sind die zentralen Ergebnisse des TMM 37 im Überblick:

• Im 3. Quartal 2018 ist die verfügbare Transportkapazität mit einem Kapazitätsindex von 81,2 gegenüber dem 2. Quartal um 15,8 % gestiegen. Im Vergleich mit Q3/2017 belief sich der Zuwachs sogar auf 20,4 %.

• Der Transportpreisindex ist in Q3/2018 auf einen Wert von 104,9 gesunken. Das entspricht verglichen mit Q2 einem Rückgang der Transportpreise um 2,8 %. Der Preisindex war um 3 % höher als in Q3/2017.

• Der Dieselpreisindex hat vom 2. auf das 3. Quartal dieses Jahres um 4 % zugelegt.

Ein genauer Blick in den Report zeigt: Seit Mai hatte sich die verfügbare Kapazität für Straßentransporte Monat für Monat erholt. „Die Entwicklung folgte damit zwar dem Trend von 2017. Dieses Jahr sind die Transportkapazitäten seit Mai jedoch viel stärker gestiegen als 2017. In den Ferienmonaten Juni, Juli und August war der Anstieg, wie zu erwarten, besonders ausgeprägt. Im September sind die Kapazitäten dann zwar wieder auf das Niveau von Juni gesunken, aber lange nicht so stark wie im Herbst 2017.  Hier sehen wir also einen wesentlichen Unterschied“, erklärt Jan Rzehak, Director Business Consulting bei der Transporeon Group.

„Vieles deutet darauf hin, dass wir uns bei den Transportkapazitäten wieder auf das Niveau zubewegen, das wir aus den Jahren vor 2017 kannten. Damals war noch deutlich mehr Transportkapazität im Markt verfügbar“, ergänzt Oliver Kahrs, Geschäftsführer TIM CONSULT. „Ein Grund hierfür könnte sein, dass das Wirtschaftswachstum an Schwung verliert. So ist die Industrieproduktion im Euroraum laut Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) von August auf September um 0,3 % gesunken. Für das kommende Jahr hat die EU-Kommission ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum gesenkt, vor allem für Frankreich, das hoch verschuldete Italien und für Deutschland. Hier hatten laut Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im 3. Quartal dieses Jahres insbesondere Probleme der Autoindustrie mit dem neuen Abgasprüfverfahren WLTP das Wachstum gebremst“, so Kahrs weiter.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.transportmarketmonitor.com.


Transporeon GmbH Pressekontakt:
Monika Stahl
Tel.: 0731 16 906 280
E-Mail: stahl[at]transporeon.com

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